Pressemitteilung ·
Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg startet Petition für einen Cannstatter Volksfestumzug ohne lebende Tiere ab 2027.
Stuttgart – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e. V. (MfT BW) sammelt mit einer Petition Unterschriften für einen Cannstatter Volksfestumzug ohne lebende Tiere. Die Forderung richtet sich an die Stadt Stuttgart und den Gemeinderat: Ab 2027 soll der Umzug vollständig tierfrei gestaltet werden. Die finanzielle und organisatorische Unterstützung von Stadt und Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart soll an ein entsprechendes Konzept geknüpft werden.
Öffentliche Förderung bedeutet öffentliche Verantwortung
Der Volksfestumzug wird durch die städtische Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart mitfinanziert. Das Unternehmen gehört vollständig der Stadt Stuttgart. Im Bewerbungsbogen für den Umzug 2026 konnten teilnehmende Gruppen außerdem eine Kostenübernahme von 250 Euro für das Zuggespann beantragen.
„Öffentliche Gelder sollen die Entwicklung tierfreier Konzepte unterstützen. Finanzielle Anreize für den Einsatz lebender Tiere müssen beendet werden“, erklärt Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg. „Stadt und in.Stuttgart sollen ihre Unterstützung dafür einsetzen, den Umzug ohne lebende Tiere weiterzuentwickeln.“
Ein lebendiges Fest braucht keine lebenden Tiere
Pferde, Schweine und Hühner haben eigene Bedürfnisse und Interessen. Dazu gehören soziale Kontakte, eine geeignete Umgebung und die Möglichkeit, sich frei zu bewegen, ihre Umgebung zu erkunden und arttypischem Verhalten nachzugehen. Beim Volksfestumzug werden sie hingegen für ein menschliches Unterhaltungsprogramm eingesetzt: als Zugtiere, zur Darstellung historischer Landwirtschaft oder als lebende Attraktionen. Lärm, Menschenandrang und begrenzte Rückzugsmöglichkeiten können sie belasten. Dass die Tiere anschließend in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren, rechtfertigt diese vermeidbaren Risiken nicht.
Gute Betreuung und Gewöhnung können Risiken verringern, rechtfertigen aber nicht, Tiere für ein vollständig ersetzbares Unterhaltungsprogramm zu benutzen. Musik, Trachten, historische Darstellungen und kreative Festwagen bieten vielfältige Möglichkeiten, Gemeinschaft und Tradition erlebbar zu machen.
Mit der Petition baut MfT BW seine langjährige Arbeit zu diesem Thema aus. Die aktuelle öffentliche Debatte bietet dafür einen konkreten Anlass: Der Cannstatter Volksfestverein sammelt seinerseits Unterschriften für den weiteren Einsatz von Pferden und anderen Tieren. Dabei wendet er sich ausdrücklich gegen die Forderung von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg nach einem tierfreien Umzug.
Die Unterschriften sollen für eine spätere Übergabe an Stadt und Gemeinderat gebündelt werden. MfT BW ruft dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und weiterzuverbreiten:
Petition für einen Cannstatter Volksfestumzug ohne lebende Tiere unterzeichnen

