Vor den nächsten Rennen in Iffezheim: Tierrechtsverein fordert Ende der Galopprennen
Drei Pferdetodesfälle in dieser Saison – Kommunen sollen aus Werbung und Förderung aussteigen.
Am 16. und 18. Oktober 2026 sollen in Iffezheim erneut Galopprennen stattfinden. Nachdem in dieser Saison bereits drei Pferde im Zusammenhang mit den Rennen ums Leben kamen, fordert Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e. V. den Veranstalter auf, die bevorstehenden Renntage abzusagen und die Galopprennen zu beenden. Die Gemeinde Iffezheim und die Stadt Baden-Baden sollen aus der freiwilligen Förderung und Werbung für den Rennsport aussteigen.
„Pferderennen sind eine verzichtbare Form der Unterhaltung. Für Wetten, Preisgelder und das Vergnügen des Publikums werden Pferde Verletzungs- und Todesrisiken ausgesetzt. Tradition und touristische Interessen rechtfertigen diese Nutzung der Tiere nicht.“
Im Juni kam Power Prince ums Leben. Am 1. September wurden Rex Carver nach seinem Zusammenbruch und Buckleupbuttercup nach einer schweren Fraktur eingeschläfert. Wir lehnen Pferderennen grundsätzlich ab: Das Wohlergehen der Pferde muss Vorrang vor menschlichen Unterhaltungs- und Wirtschaftsinteressen haben.
Öffentliche Unterstützung beenden
Im Iffezheimer Haushalt 2026 sind unter „Sponsoring Galopprennbahn“ 25.000 Euro veranschlagt. Auch Baden-Baden unterstützt die öffentliche Vermarktung der Rennen. Wir haben beide Kommunen bereits um einen Ausstieg aus der Unterstützung gebeten.
Kommunen entscheiden, welchen Veranstaltungen sie Geld und öffentliche Aufmerksamkeit geben. Freizeit, Tourismus und gesellschaftliche Begegnungen lassen sich mit zahlreichen Angeboten gestalten, für die keine Tiere auf einer Rennbahn eingesetzt werden müssen.
Unsere Forderung
Wir fordern, keine neuen freiwilligen Förder- oder Sponsoringverpflichtungen für Pferderennen einzugehen. Bestehende Vereinbarungen sollen nicht verlängert und zum frühestmöglichen vertraglich zulässigen Zeitpunkt beendet werden. Auch die aktive Werbung durch die Kommunen und die Baden-Baden Tourismus GmbH soll eingestellt werden.

