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Der Umzug ist vorbei. Unser Einsatz für die Tiere geht weiter: Der Cannstatter Volksfestumzug soll ab 2027 vollständig ohne lebende Tiere stattfinden.
Jetzt muss der Gemeinderat handeln
Am 27. September fand der Cannstatter Volksfestumzug erneut mit Tieren statt. Der bereits am 9. Juli eingegangene Antrag 0817/2026 AN wird im Ratsinformationssystem weiterhin als „Antrag in Bearbeitung“ geführt. Ein Beratungstermin ist dort zum Stand dieser Aktualisierung nicht ausgewiesen.
Die Fraktion Die Linke SÖS Plus berichtet in ihrer Pressemitteilung vom 29. September, dass der Antrag weiterhin unbeantwortet sei, und fordert seine Behandlung im Gemeinderat. Wir unterstützen diese Forderung. Die Entscheidung über eine tierfreie Zukunft darf nicht bis kurz vor den nächsten Umzug verschoben werden.
Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg hat sich bereits am 29. Juni mit einem ausführlichen Forderungsschreiben an die Stadt Stuttgart, den Cannstatter Volksfestverein und die Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart gewandt. Der anschließende Gemeinderatsantrag von Linke SÖS Tierschutz und PULS – Die Stadtisten – Die PARTEI – KLIMALISTE greift zentrale Forderungen auf.
Jetzt für einen tierfreien Umzug einsetzen
Tiere sind kein Festprogramm
Transporte, lange Wartezeiten, Musik, Lautsprecherdurchsagen, Fahrzeuge und dichte Menschenmengen: Ein Festumzug bringt Tiere in eine Umgebung mit zahlreichen vermeidbaren Belastungen. Dass Tiere betreut oder an bestimmte Situationen gewöhnt werden, macht ihren Einsatz zur Unterhaltung nicht notwendig.
Nach der Protestaktion des Kollektivs Tierbefreiung Stuttgart am 27. September steht der Umgang mit den Tieren erneut in der öffentlichen Diskussion. Wir bringen die Interessen der Tiere durch fachliche Forderungen, den Austausch mit Verantwortlichen und Öffentlichkeitsarbeit ein.
Unsere Forderung bleibt klar: Tiere haben eigene Bedürfnisse und Interessen. Sie gehören weder als Zugtiere noch als lebende Kulisse in ein Unterhaltungsprogramm. Geschichte, Landwirtschaft und Brauchtum können durch Musik, Trachten, tierfreie Festwagen, Ausstellungen und andere kreative Beiträge vermittelt werden.
Was wir jetzt fordern
- Den Antrag zeitnah öffentlich beraten. Der Gemeinderat soll über die offenen Forderungen des Antrags 0817/2026 AN entscheiden.
- Den Volksfestumzug ab 2027 vollständig tierfrei gestalten. Stadt und Veranstalter sollen ein Konzept ohne lebende Tiere umsetzen.
- Finanzielle Anreize für den Tiereinsatz beenden. Tierfreie Alternativen sollen gefördert werden.
- Öffentliche Unterstützung an ein tierfreies Konzept knüpfen. Die Stadt und in.Stuttgart sollen ihre finanzielle und organisatorische Unterstützung entsprechend ausrichten.
- Bis zum vollständigen Ausstieg verbindliche Schutzkriterien veröffentlichen. Dazu gehören konkrete Temperatur-, Wetter- und Abbruchkriterien. Diese ersetzen nicht die geforderte tierfreie Gestaltung.
Den vollständigen Antrag im Ratsinformationssystem lesen
Ihre Nachricht kann die Forderung stärken
Schreiben Sie einer Fraktion des Stuttgarter Gemeinderats. Bitten Sie um die zeitnahe Beratung des Antrags und um Unterstützung für einen tierfreien Volksfestumzug ab 2027. Die beiden antragstellenden Fraktionen haben das Anliegen bereits aufgegriffen; mit dieser Aktion sprechen wir weitere Mitglieder des Gemeinderats an.
Wählen Sie einen Empfänger und passen Sie die Vorlage an. Wenn Sie in Stuttgart wohnen, können Sie das in Ihrer Nachricht erwähnen. Bitte bleiben Sie sachlich und respektvoll und ergänzen Sie Ihren Namen.
Prüfen Sie Ihre Nachricht vor dem Versand. „E-Mail öffnen“ öffnet Ihr Mailprogramm; die Nachricht wird nicht automatisch verschickt. Alternativ können Sie Adresse, Betreff und Nachricht in Ihr E-Mail-Postfach kopieren.
Empfängeradressen zum Kopieren
- Bündnis 90/Die Grünen: gruene.fraktion@stuttgart.de
- CDU: cdu.fraktion@stuttgart.de
- SPD und Volt: spdundvolt@stuttgart.de
- FDP: fdp.gemeinderat@stuttgart.de
- Freie Wähler: freie-waehler@stuttgart.de
Wir bleiben für die Tiere dran
Wir begleiten die politische Behandlung, bringen die Interessen der Tiere ein und berichten über neue Entwicklungen. Helfen Sie mit, die Forderung nach einem tierfreien Volksfestumzug sichtbar zu halten: Schreiben Sie dem Gemeinderat und teilen Sie diesen Beitrag.
Der bisherige Verlauf: Juni bis September 2026
- 29. Juni: Wir richten unser Forderungsschreiben an Stadt, Volksfestverein und in.Stuttgart.
- 9. Juli: Der Antrag 0817/2026 AN geht bei der Stadt ein. Er verlangt unter anderem den Verzicht auf den Schweinetrieb 2026 und einen vollständig tierfreien Umzug ab 2027.
- Juli: Der Volksfestverein fordert die Rücknahme des Antrags. Im Austausch mit der Fraktion unterstützen wir dessen Aufrechterhaltung; sie bestätigt, daran festzuhalten.
- 24. August: In unserem damaligen Update dokumentieren wir den angekündigten Tiereinsatz und den fehlenden öffentlichen Beratungstermin.
- 27. September: Der Umzug findet mit Tieren statt.
- 29. September: Die Fraktion fordert erneut die Behandlung im Gemeinderat. Im Ratsinformationssystem wird der Antrag weiterhin als „in Bearbeitung“ geführt. Unsere Aktion richtet sich jetzt auf die offenen Forderungen für 2027 und die folgenden Jahre.
Quellen und weiterführende Informationen
- Stadt Stuttgart: Antrag 0817/2026 AN und öffentlicher Bearbeitungsstand (geprüft am 29. September 2026).
- Pressemitteilung der Fraktion Die Linke SÖS Plus vom 29. September 2026: „Tradition geht auch ohne Tierleid – generelles Zuschaustellungsverbot für Tiere in Stuttgart!“; unserem Verein direkt übersandt.
- SWR-Bericht zum Vorfall beim Volksfestumzug, veröffentlicht bei tagesschau.de am 29. September 2026.

