Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg fordert den VfB Neckarrems auf, sein Veranstaltungsprogramm ohne lebende Tiere zu gestalten.
Stuttgart/Remseck am Neckar – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e. V. (MfT BW) fordert den VfB Neckarrems auf, beim geplanten „Viehscheid“ am 26. September auf den Einsatz einer Kuh und eines Kalbes zu verzichten. MfT BW hat dazu eine öffentliche Mitmachaktion gestartet. Interessierte können den Veranstalter mit einer persönlichen E-Mail um eine Änderung seiner Planung bitten.
Nach einem Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung sollen die Tiere über eine rund 800 Meter lange innerörtliche Strecke zum Sportgelände geführt werden. Vorgesehen sind ein Begleitzug mit zahlreichen Kindern und musikalische Begleitung. Der Umzug soll auch der Bekanntmachung des Vereins und der Gewinnung neuer Mitglieder dienen.
„Kuh und Kalb sind fühlende Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und Interessen. Tiere sind keine Werbeträger“, erklärt Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg. „Ein Vereinsfest kann Gemeinschaft erlebbar machen und Menschen begeistern, ohne dafür lebende Tiere einzusetzen.“
Als mögliche Alternativen nennt MfT BW Mitmachangebote rund um den Sport, eine Rikscha oder einen Oldtimer. Auch die bereits vorhandene künstliche Kuh kann genutzt werden. Die konkrete Gestaltung bleibt dem Veranstalter überlassen. Entscheidend ist der Verzicht auf lebende Tiere.
Der VfB hat MfT BW ein Tierschutz- und Sicherheitskonzept übermittelt, das Schutzmaßnahmen für den geplanten Tiereinsatz vorsieht. Doch auch mit solchen Vorkehrungen bleibt der Einsatz für Unterhaltung und Werbung vollständig vermeidbar. Ein Sicherheitskonzept rechtfertigt nicht, fühlende Tiere als Werbeträger zu benutzen. Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg fordert deshalb, Kuh und Kalb aus dem Programm zu streichen.
MfT BW hat das Veterinäramt des Landkreises Ludwigsburg am 14. August informiert und am 28. August unter Übersendung des Konzepts erneut um eine tierschutzfachliche Prüfung gebeten. Die Behörde hat den Eingang bestätigt und eine zeitnahe Antwort angekündigt. Eine inhaltliche Rückmeldung liegt bislang nicht vor.
Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg ruft dazu auf, dem VfB einmalig, höflich und persönlich zu schreiben. Informationen und bearbeitbare E-Mail-Vorschläge stehen auf der Aktionsseite zum Remsecker „Viehscheid“ bereit.

