Taubenfreundliches Bundesland Baden-Württemberg
Unser Ziel
Tauben haben keinen einfachen Stand in der Gesellschaft. Obwohl sie einerseits bei Hochzeiten als „Symbol der Liebe“ missbraucht werden, gelten sie andererseits als unerwünschte Stadtbewohner. Seit 5000 v. Chr. waren sie ,,Nutztier“, bis man herausfand, dass das Huhn noch schneller Fleisch anlegen und noch mehr Eier legen kann. Heute braucht man sie daher meist nicht mehr und die Städte wollen sie loswerden.
Deshalb haben wir eine Kampagne ins Leben gerufen, die Baden-Württembergs (Klein-) Städte dabei unterstützt, taubenfreundliche Maßnahmen zu ergreifen und so ein friedliches Mit- oder Nebeneinander von Menschen und Stadttauben zu ermöglichen.
Stadttauben verdienen eine faire Chance. Schluss mit Vorurteilen! Wir möchten mit unbegründetem Hass aufräumen und den Tauben die Möglichkeit geben, ein besseres Leben zu führen. Diese Vögel sind äußerst liebenswert und intelligent, symbolisieren Liebe und Frieden und beweisen außerdem Treue.
So helfen wir den Stadttauben
Das Kernelement unserer Arbeit für die Stadttauben ist es, Städte dazu zu bewegen, tierschutzgerechte Taubenschläge einzurichten. Am einfachsten gelingt dies, wenn sich lokale Tierschützer:innen bei uns melden und wir gemeinsam Aufklärungsarbeit leisten und – wenn nötig – auch Druck auf die Stadtverwaltung ausüben.
Wir nutzen dafür soziale Medien, Pressearbeit, Leserbriefe und Hintergrundgespräche mit Entscheidungsträger:innen. Wenn wir von der lokalen Bevölkerung oder über Medienberichte erfahren, dass Städte gegen Stadttauben unsachgemäße oder tierschutzwidrige Maßnahmen anwenden, schreiten wir ein.
Dabei beschränken wir uns nicht auf Öffentlichkeitsarbeit:
Wir prüfen rechtliche Schritte, erstatten bei klaren Verstößen Strafanzeigen und verfolgen Fälle notfalls bis vor Gericht. So konnten wir z. B. im Herbst 2025 erreichen, dass eine tierschutzwidrige Vergrämungsaktion in Reutlingen ein gerichtliches Nachspiel hatte und das Amtsgericht eine Geldauflage von 1.500 € verhängte – ein wichtiges Signal an Kommunen und beauftragte Firmen.
Unser Ziel: Stadttauben schützen, Leid verhindern und Städte zu einem modernen, tierschutzgerechten Management bewegen.
Unsere Petition für betreute Taubenschläge
Stadttauben sind keine Wildtiere, sondern die Nachkommen domestizierter Haustauben. Viele Kommunen in Baden-Württemberg stehen vor denselben Problemen: Leid für die Tiere, Konflikte im öffentlichen Raum, hohe Reinigungs- und Vergrämungskosten – aber zu wenig Geld für wirksame, tierschutzgerechte Lösungen. Nach heutigem fachlichen und rechtlichen Stand gelten betreute Taubenschläge mit kontrollierter Fütterung und Eieraustausch als bewährtes Instrument eines nachhaltigen Stadttaubenmanagements. Andere Bundesländer fördern solche Maßnahmen bereits konkret. Baden-Württemberg sollte endlich nachziehen.
Vollständige Begründung der Petition lesen
Petition für die Förderung betreuter Taubenschläge und ergänzender betreuter Futterplätze in Baden-Württemberg
Unsere Städte in Baden-Württemberg sind vielerorts von großen Stadttaubenbeständen geprägt. Für viele Tiere bedeutet das Hunger, Krankheiten, Verletzungen und ein Leben in permanenter Abhängigkeit von menschlichen Abfällen. Zugleich erleben Kommunen, Gewerbetreibende und Anwohner*innen Konflikte durch Verschmutzung, Beschwerden und immer neue, oft teure und kurzlebige Vergrämungsmaßnahmen. Das Problem ist also doppelt: Es ist ein Tierschutzproblem und ein kommunalpolitisches Problem.
Stadttauben sind keine Wildtiere im eigentlichen Sinn, sondern die Nachkommen ehemals gehaltener Haustauben, etwa Brieftauben, Hochzeits- oder Rassetauben. Ein veröffentlichtes Rechtsgutachten zum Stadttaubenschutz ordnet sie als Fundtiere ein und leitet daraus rechtliche Pflichten der Kommunen zur Lösung dieser dauerhaften, menschengemachten Problemlage ab.
In regelmäßigen Abständen erreichen unseren Verein Bitten von Bürger*innen, Kommunen und lokalen Initiativen, sie bei der Umsetzung eines tierschutzgerechten Stadttaubenmanagements zu unterstützen. Einerseits sehen viele Städte die Situation als Belastung, andererseits fehlen oft Geld, Personal, politische Priorität und fachliche Unterstützung, um tragfähige Lösungen aufzubauen. Private Initiativen und ehrenamtliche Vereine stemmen vielerorts bereits einen erheblichen Teil der Arbeit, können das Gesamtproblem aber allein nicht lösen. Auch der niedersächsische Tierschutzbeirat hält bisherige lokale Privatinitiativen nur für eingeschränkt geeignet, dem Gesamtproblem zu begegnen.
Nach heutigem fachlichen und rechtlichen Stand gelten betreute Taubenschläge mit kontrollierter Fütterung und Eieraustausch als das bekannteste und bewährteste Mittel, Stadttauben tierschutzgerecht zu versorgen und ihre Bestände nachhaltig zu regulieren. Das Berliner Rechtsgutachten verweist ausdrücklich auf betreute Taubenschläge nach den Aachener bzw. Augsburger Pilotprojekten als „bekanntestes und bewährtestes Mittel“. Die niedersächsischen Empfehlungen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle beruhen auf einem wissenschaftlich begleiteten, vom Land unterstützten Projekt und den bundesweiten Erfahrungen mit diesem Ansatz.
Das Prinzip ist einfach: In betreuten Taubenschlägen werden Stadttauben artgerecht gefüttert, gebunden und zum Brüten gebracht; die Eier werden gegen Attrappen ausgetauscht. So kann die Population tierschutzgerecht kontrolliert werden, ohne die Tiere hungern zu lassen oder auf bloße Vergrämung zu setzen. Die niedersächsische Förderrichtlinie beschreibt genau diesen Ansatz ausdrücklich als Fördergegenstand.
Solche Taubenschläge entlasten nicht nur die Tiere, sondern auch Städte und Bevölkerung. Die niedersächsischen Empfehlungen beschreiben, dass eine deutliche Reduzierung der Aufenthaltsdauer von Stadttauben an öffentlichen Plätzen durch alternative Aufenthaltsorte zielführend ist; zugleich nennen sie als Vorteil betreuter Taubenschläge, dass rund 80 % des Kots im Schlag anfallen und dort hygienisch entfernt werden können. In dem dort ausgewerteten Überblick bewerteten alle 35 erfassten Städte das Konzept als erfolgreich.
Auch wirtschaftlich ist der Ansatz vernünftig. Nach den niedersächsischen Empfehlungen variieren die Herstellkosten begehbarer Taubenschläge je nach Örtlichkeit, Bauart und Größe zwischen etwa 3.000 und 50.000 Euro. Diesen Kosten stehen Einsparungen gegenüber, etwa bei der aufwendigen Entfernung von Kot und bei wiederkehrenden Vergrämungsmaßnahmen.
Andere Bundesländer sind hier bereits weiter als Baden-Württemberg. In Berlin konnte die Landestierschutzbeauftragte 2023 erneut 50.000 Euro bereitstellen; für 2024 und 2025 stehen jeweils 200.000 Euro für den Bau und den Unterhalt von Stadttaubenschlägen zur Verfügung. In Niedersachsen fördert das Land 2025 die Errichtung und Ausstattung von Taubenschlägen mit insgesamt 75.000 Euro; übernommen werden bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben und maximal 15.000 Euro pro Taubenschlag. Antragsberechtigt sind dort ausdrücklich sowohl Tierschutzorganisationen als auch Kommunen.
Baden-Württemberg braucht deshalb endlich eine eigene, verbindliche Förderpraxis. Es reicht nicht, das Problem den Kommunen, einzelnen Ehrenamtlichen oder privaten Vereinen zu überlassen. Nötig ist ein landesweites Programm, das den Aufbau tierschutzgerechter Strukturen ermöglicht und absichert.
Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition, fordern daher vom Land Baden-Württemberg:
- ein Landesförderprogramm für betreute Taubenschläge, das Kommunen und gemeinnützige Tierschutzorganisationen beim Bau, Umbau, der Ausstattung und beim Betrieb solcher Einrichtungen unterstützt;
- die Förderung ergänzender betreuter Futterplätze, wo sie fachlich erforderlich sind, insbesondere für noch nicht an einen Schlag gebundene Tauben oder an Standorten, an denen ein Taubenschlag vorübergehend oder dauerhaft nicht realisierbar ist;
- die Übernahme laufender Kosten für Betreuung, artgerechtes Futter, Pflege, Eieraustausch und – falls erforderlich – tiermedizinische Versorgung;
- eine landesweite fachliche Unterstützung der Kommunen, damit geeignete Standorte identifiziert, Betreuungskonzepte aufgebaut und tierschutzgerechte Standards eingehalten werden;
eine klare politische Verpflichtung der Kommunen mit höherer Stadttaubendichte, tierschutzgerechte Maßnahmen zur Bestandskontrolle und Versorgung zu etablieren, statt weiter auf bloße Verdrängung, Unterlassen oder kurzatmige Einzellösungen zu setzen.
Ein solches Förderprogramm wäre Tierschutzpolitik mit praktischer Wirkung. Es würde Tierleid vermindern, Kommunen entlasten, Konflikte im öffentlichen Raum reduzieren und Baden-Württemberg in eine Vorreiterrolle bringen. Wer Stadttauben ernsthaft und dauerhaft helfen will, muss Versorgung, Bestandskontrolle und kommunale Verantwortung zusammendenken. Betreute Taubenschläge und ergänzende betreute Futterplätze sind dafür der richtige Weg.
Quellenbasis
- Berliner Landestierschutzbeauftragte: Finanzierung von Pilot- und Stadttaubenschlägen in Berlin. 2023 erneut 50.000 Euro, 2024 und 2025 jeweils 200.000 Euro für Bau und Unterhalt.
- Berliner Rechtsgutachten Stadttaubenschutz: Stadttauben als Nachkommen gezüchteter Tiere und damit als Fundtiere; kommunale Pflichten zur Problemlösung.
- Niedersächsischer Tierschutzbeirat 2019: wissenschaftlich begleitete Empfehlungen; alternative Aufenthaltsorte und betreute Taubenschläge als tierschutzgerechtes und erfolgreiches Management; 80 % Kotabsatz im Schlag; 35 Städte bewerteten das Konzept als erfolgreich; Herstellkosten etwa 3.000 bis 50.000 Euro.
- Niedersachsen 2025: 75.000 Euro Fördermittel; bis zu 80 % der Kosten, maximal 15.000 Euro pro Taubenschlag; Antragsberechtigung für Kommunen und Tierschutzorganisationen.
Förderung betreuter Taubenschläge nach dem ,,Augsburger Modell" in Baden-Württemberg
Die Stadttauben brauchen Ihre Hilfe
Die Arbeit für die Stadttauben kann sehr langwierig sein und erfordert häufig detaillierte Recherche zu den Gegebenheiten vor Ort, um spezifische Lösungsansätze zu finden und falsche Behauptungen auszuräumen. Diese Arbeit können wir nur dank engagierter Menschen leisten, die uns einerseits Vorort unterstützen, aber auch finanziell. Bitte unterstützen auch Sie die Stadttauben in Baden-Württemberg mit einer Spende.
Die Bedeutung von Taubenschlägen
Die Stadttauben sind wie Straßenhunde und -katzen verwahrloste Haustiere, die von ausgesetzten und entflogenen Zucht-, Brief- und Rassetauben abstammen.
- Die Geschichte der domestizierten Tauben
- Auswirkungen der Domestikation
- Das Augsbuger Modell
- So funktioniert die Errichtung eines Taubenschlages
Taube und Tauber dürfen zwei/drei Tage eng beisammen sein, dann wird der Tauber entnommen und in einer Transport-Box Hunderte Kilometer weit weggebracht. Kaum kann er wieder raus, will er nur noch zurück zu seiner Liebsten, zu der er mittels einer Art Duft-Karte in seinem Schnabel auch mit Glück zurückfindet. Nicht alle schaffen das. Laut dem Bundesverband gehen Schätzungen davon aus, dass 50 Prozent, in Einzelfällen bis zu 90 Prozent, die Rückkehr nicht schaffen.“
Viele, viele bleiben also auf der Stecke, landen irgendwo – die Taube wartet vergeblich auf die Rückkehr ihres ‚Liebsten‘, der wenn er Glück hat, Anschluss bei den Stadttauben findet. Auch Hochzeitstauben gesellen sich hin und wieder dazu.
Taubenschläge, die in den Innenstädten in ausreichender Anzahl errichtet werden müssen, sind die einzig nachhaltige Lösung. Den Tauben stehen darin artgerechtes Futter und Wasser sowie geeignete Brutplätze zur Verfügung. Durch den Austausch der Taubeneier mit Gipseiern erfolgt eine tierschutzgerechte und nachhaltige Kontrolle der Population.
Die bevorzugte Nahrung von Tauben besteht hauptsächlich aus Körnern und Samen, die in den Städten kaum vorhanden sind. Somit haben die Tauben keine Möglichkeit, in Städten an artgerechtes Futter zu gelangen. Sie sind darauf angewiesen, sämtliche Essensreste (Abfälle) der Menschen zu fressen. Dies führt auch zu einer vermehrten Kotabsetzung. Würden die Tiere artgerecht gefüttert werden, könnte auch hier eine Verbesserung erreicht werden. 80 % der Zeit bleiben Stadttauben im Taubenschlag, samt den Ausscheidungen
Der Taubenschlag sollte möglichst dahin, wo viele Tauben leben. Der Innenraum sollte großzügig sein, ebeson wie die Eingewöhnungsvoliere. Das Futter muss immer ausreichend vorhanden sein. Viel Ruhe ist wichtig, auf keinen Fall Hektik. Stadttauben sind standorttreu. Hat man sie erstmal erfolgreich angesiedelt, bleiben sie. Wo noch-obdachlose Tiere sind, sollten Futterplätze beibehalten werden. Denn durch diese lassen sich die Staddtauben auch steuern, bis es eine ausreichende Anzahl Taubenschläge in der Stadt gibt.
Stadttauben sind oft Opfer bewusster Gewalt
In der Stadt werden Tauben von dicken Reifen durch Gullis gedrückt, von Jugendlichen mit Kippen gefüttert, getreten, verscheucht und ihnen wid über den Kopf gefahren. Kinder jagen, treten sie, spielen Fußball mit halbflüggen Taubenkindern, die unversorgt in Ecken kauern.
Sollten Sie vorsätzliche Gewaltakte gegen Stadttauben beobachten, rufen Sie unbedingt die Polizei und greifen Sie falls möglich ein oder dokumentieren Sie den Vorgang.
→ TierSchG §1 / 17
TierSchG §1/17
„Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“
„Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier a) aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt."
Stadttauben helfen:
Hier ein paar Tipps, wie Sie den Stadttauben Zuneigung zeigen und Vorurteile abbauen können.
- Krankheiten
- Fütterung
- Symapthie
- Respekt
- Stadtleben
- Unterstützung
Taubenschläge, die in den Innenstädten in ausreichender Anzahl errichtet werden müssen, sind die einzig nachhaltige Lösung. Den Tauben stehen darin artgerechtes Futter und Wasser sowie geeignete Brutplätze zur Verfügung. Durch den Austausch der Taubeneier mit Gipseiern erfolgt eine tierschutzgerechte und nachhaltige Kontrolle der Population.
Die bevorzugte Nahrung von Tauben besteht hauptsächlich aus Körnern und Samen, die in den Städten kaum vorhanden sind. Somit haben die Tauben keine Möglichkeit, in Städten an artgerechtes Futter zu gelangen. Sie sind darauf angewiesen, sämtliche Essensreste (Abfälle) der Menschen zu fressen. Dies führt auch zu einer vermehrten Kotabsetzung. Würden die Tiere artgerecht gefüttert werden, könnte auch hier eine Verbesserung erreicht werden. 80 % der Zeit bleiben Stadttauben im Taubenschlag, samt den Ausscheidungen
Niemand mag es, getreten oder vertrieben zu werden. Das Leben der Stadttauben ist bereits herausfordernd genug – wir sollten es ihnen nicht noch schwerer machen. Sollten Sie sehen, wie Kinder Tauben jagen, können Sie ihnen sagen, dass sie den Tauben Angst machen und doch auch nicht gejagt werden möchten. Oft sind Jungtiere unter den Tauben, die Tauben sind ohnehin unterernährt und Auf- oder Wegfliegen kostet immer sehr viel Energie, die ein unterernährter Organismus nicht hat; im Winter ist die Situation noch dadurch verschärft, dass die Tiere viel Energie zur Aufrechterhaltung ihrer Körpertemperatur benötigen. Oft genug werden dadurch diejenigen Tauben verletzt, die nicht schnell genug wegkommen – oder aber sie fliehen über die Straße und werden dort von Autos verletzt.
Taubenschläge, geführt nach dem Augsburger Modell, helfen dabei, den Taubenbestand auf humane Weise zu regulieren. Dadurch können die Tiere artgerecht gefüttert und ihre Gesundheit überwacht werden. Sie können in Ruhe nisten, und ihre Eier können durch Attrappen ersetzt werden. Auf diese Weise entsteht ein kleinerer, gesunder Bestand von Stadttauben. Auch wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Städten: Aus dem Prüfungsbericht Nr. 195.04 „Einfluss von Taubenkot auf die Oberflächen von Baustoffen“ der Technischen Universität Darmstadt geht hervor, dass Taubenkot nicht materialschädigend und nicht schädlicher als der Kot anderer Vögel ist.In der Studie lag der pH Wert im nur „schwach sauren“ Bereich. Auf gängigen Baustoffen wie Sandstein, Granit, Travertin, Beton / Zementmörtel und Nadelholz fanden sich nach einer Zeitspanne von 70 Tagen keine durch Taubenkot verursachten Schäden. Taubenkot stellt lediglich ein ästhetisches Problem dar. Im Übrigen würde der flüssige, sogenannte „Hungerkot“ bei einer Versorgung der Tiere mit artgerechtem Futter gar nicht erst entstehen.
Wenn Sie sehen, dass eine Taube verletzt ist oder stark geschwächt wirkt, versuchen Sie sie einzufangen und kontaktieren Sie den örtlichen Taubenschutzverein. Eine adulte Straßentaube wiegt zwischen 350-400 g, so können Sie anhand des Gewichts bereits feststellen, ob die Taube ggf. unterernährt ist und daher Hilfe braucht. Die Körpertemperatur einer Taube sollte 41,8 Grad C betragen. Schnelle Hilfe bekommt man auch in dieser Facebookgruppe: Tauben-Notfallmeldung- Das Original.
Unsere Erfolge für Stadttauben
Seit Beginn unserer Kampagne im Jahr 2022 konnten wir bereits einige Erfolge erzielen:
- Taubenschlag für Achern
- Taubenschlag für Rheinfelden
- Rettung des Taubenschlags in Künzelsau
In der Stadt Achern gab es bereits länger Konflikte um die Stadttauben, weshalb auch wir uns im Dezember 2021 mit einem Brief an der Bürgermeister und den Oberbürgermeister wandten. Auf diesen Brief erhielten wir nie eine Antwort. Stattdessen erfuhren wir im Februrar 2022, dass ein generelles Fütterungsverbot ausgesprochen wurde. Zuvor gab es noch Ausnahmegenehmigungen für ausgewählte Personen und es ging vor allem um die dringend notwendige Errichtung von einem Taubenschlag. Zwar wurde eine Futterstelle etwas außerhalb der Innenstadt angeboten, jedoch wurde den Taubenschützern verweigert, die Tauben durch langsame Verlegung der Fütterungen in Richtung der neuen Futterstelle an diese zu gewöhnen. Die Tauben konnten die neue Futterstelle so nicht finden und suchten verzweifelt weiter in der Innenstadt nach Futter.
Eine kleine Gruppe von Taubenschützer*innen kämpfte seit Jahren um ein Taubenhaus in Rheinfelden. Doch die Gemeinde blockte ab.
Die Badische Zeitung berichtete im September 2022 über den aktuellen Stand der Dinge und wir riefen über Social Media dazu auf, Leserbriefe und Kommentare zu dem Artikel zu schreiben, damit dieser Fall eine breite Öffentlichkeit erreicht und die Gemeinde sich nicht einfach aus der Verantwortung ziehen kann. Außerdem sendeten wir einen Brief an Oberbürgermeister und schrieben selbst einen Leserbrief.
Die Taubenfreunde Künzelsau e.V. hatten uns im April 2023 kontaktiert und um Unterstützung gebeten, da der örtliche Taubenschlag geschlossen werden sollte. Grund dafür war, dass es niemanden mehr gab, der den Schlag ausreichend eigenständig betreuen konnte. Auch hat der Verein zu wenig Mitglieder, um selbst eine Minijobstelle finanzieren zu können. Tierarzt- und Futterkosten sind bei den 300 bis 400 Stadttauben, welche den Schlag akzeptiert haben, natürlich bereits entsprechend hoch. Leider haben die Taubenschützer*innen im Ort keinen Kontakt zum Bürgermeister herstellen können, weshalb wir um Hilfe gebeten wurden. Wir hatten daraufhin einen Austausch mit dem Bürgermeister, welcher auf unseren Brief antwortete und sich mit dem Taubenverein Künzelsau in Verbindung setzte.
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Gemeinsam für mehr Tierliebe
