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News

EU-Expert*innen bestätigen massive Probleme in der Putenhaltung

Eine neue wissenschaftliche Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit zeigt: Schnelles Wachstum, Stress im Stall und Eingriffe wie das Schnabelkürzen können erhebliche Belastungen für Puten verursachen. Die Analyse bestätigt viele Probleme, die seit Jahren aus der intensiven Haltung bekannt sind. EU-Behörde bestätigt schwere Probleme in der Putenhaltung Die European Food...

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Kinder stehen an der Essensausgabe einer Kantine und befüllen ihre teller

Schulverpflegung im Fokus: Wie gesund ist pflanzenbasierte Ernährung für Kinder?

In Karlsruhe wird aktuell über die Ausrichtung der Schulverpflegung diskutiert. Dabei steht unter anderem die Frage im Raum, ob vegetarische oder vegane Angebote gesundheitlich sinnvoll sind – oder ob wieder mehr Fleisch auf die Speisepläne gehören sollte. Als Organisation, die sich für Tierrechte und eine zukunftsfähige Ernährung einsetzt, möchten wir...

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Keine dokumentierte Aggression – dennoch Abschuss genehmigt: Wer trägt die politische Verantwortung?

Der Wolf GW2672m, bekannt als „Hornisgrinde-Wolf“, ist erneut zum Abschuss freigegeben. Nach öffentlich bekannten Informationen lag keine dokumentierte Aggression gegenüber Menschen vor. Begründet wurde die Ausnahmegenehmigung im Wesentlichen mit wiederholten Annäherungen an Menschen und Hunde. Bis zum heutigen Tag gibt es keine bestätigte Meldung, dass der Hornisgrinde-Wolf getötet wurde. Spezialisierte...

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Abschussfreigabe im Schwarzwald: Warum die Tötung dieses Wolfs nicht gerechtfertigt ist

Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat eine Ausnahmegenehmigung erteilt, um den im Nordschwarzwald lebenden Wolfsrüden GW2672m zu töten. Als Begründung nennt das Ministerium wiederholte Annäherungen an Menschen und Hunde „bis auf wenige Meter“, insbesondere während der Paarungszeit. Aggressiv sei der Wolf dabei nicht gewesen, er habe aber „nur wenig Scheu“ gezeigt.  Als...

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Vegane Mousse au Chocolate

Rezept: Vegane Mousse au Chocolate

Diese vegane Mousse au Chocolat ist ein einfaches, schnell zubereitetes Dessert mit nur drei Zutaten. Sie kommt ohne Backen aus, ist rein pflanzlich und überzeugt durch ihre cremige Konsistenz und ihren intensiven Schokoladengeschmack. Durch die unkomplizierte Zubereitung eignet sie sich besonders gut als spontanes Dessert oder als süßer Abschluss eines...

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Gesundheitliche Vorteile der veganen Ernährung

Vegane Ernährung wird häufig mit Einschränkung und Verzicht assoziiert. Tatsächlich kann sie jedoch genau das Gegenteil bedeuten: eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, bewusster Genuss und zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Entscheidend ist dabei nicht allein der Ausschluss tierischer Produkte, sondern die bewusste Hinwendung zu einer vielfältigen, pflanzlichen Ernährung. Im Folgenden finden Sie sieben Grundsätze,...

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Ulm: Warum lebendige Krippen mit echten Tieren nicht zeitgemäß sind

Der Ulmer Weihnachtsmarkt wird auch künftig eine lebendige Krippe mit echten Tieren zeigen. Das hat der Aufsichtsrat der Ulm-Messe im Sommer 2025 beschlossen. Die Entscheidung wurde öffentlich kommuniziert und wird von Stadt und Veranstalter mit verschiedenen Argumenten begründet. Nach Medienberichten und offiziellen Angaben umfasst die lebendige Krippe rund 300 Quadratmeter....

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Kategorie: NEWS von Menschen für Tierrechte

Eine Million EU-Bürger*innen schreiben Geschichte für Tiere in Laboratorien

Bis heute haben eine Million EU-Bürger*innen die Europäische Bürgerinitiative (EBI) „End Animal Testing“ unterzeichnet; ein enormer politischer Schub für Tiere in Laboren.

Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg hat sich mit über 100 anderen Tierschutzorganisationen in der gesamten EU zusammengetan, um die #EndAnimalTesting ECI zu starten, die einen europaweiten Plan zur Beendigung von Tierversuchen fordert. Die Sammlung von einer Million Unterschriften – ein großer Meilenstein für diese vergessenen Tiere.

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Pressemitteilung des Gemeinsamen Büro der anerkannten Tierschutzorganisationen B.W.. Eklatante Missstände in Kaninchenzuchtbetrieb. Gemeinsames Büro der anerkannten Tierschutzverbände BW sieht strukturelle Defizite

Aktuelle Recherchen einer Tierschutzorganisation belegen eklatante Tierschutzverstöße in einem[nbsp]Kaninchenzuchtbetrieb in Baden-Württemberg. Der Betrieb gehört zu einem der größten[nbsp]Zuchtbetriebe in Deutschland und züchtet Kaninchen zur Fleischproduktion als auch für[nbsp]Tierversuche. Es ist ein erneuter Beleg, dass die derzeitigen Kontrollmechanismen versagen. Aber[nbsp]auch die gesetzlich zulässigen Haltungsbedingungen sind nicht tiergerecht und gehören auf den[nbsp]Prüfstand.

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Dieses Wochenende ist die Pferdeshow Cavalluna in Stuttgart – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg lehnt den Einsatz von Pferden zu Unterhaltungszwecken ab

Vom 15. Bis 17. Juli ist die Pferdeshow Cavalluna in Stuttgart zu Gast. Während dieser Show führen Pferde Kunststücke vor, müssen Kutschen ziehen und werden geritten.

„Für die Tiere bieten solche Veranstaltungen keinen Mehrgewinn. Sie werden ausgenutzt, um Menschen zu unterhalten. Pferde sind Fluchttiere, Veranstaltungen mit lauten Geräuschen und vielen Menschen sind daher stressvoll und befriedigen ein lediglich menschliches Bedürfnis auf Kosten der Tiere“, so Julia Thielert von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg. „Deshalb finden wir solche Veranstaltungen nicht mehr zeitgemäß und sind sicher, dass Shows, in denen Menschen ohne Tiere auftreten, nicht minderwertig in ihrem Unterhaltungswert sein müssen“.

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Schweinehaltung in Baden-Württemberg: Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. fordert Ausstiegsprämien für Schweinehalter*innen plus umfangreiche, attraktive Förderpakete für Umstellung zu bio-veganer Landwirtschaft

Über 90 % aller Schweine werden in Deutschland auf Voll- oder Teilspaltenböden gehalten – eine Haltungsform, die mit dem Tierschutz nicht vereinbar ist. Der Wirtschaftszweig Schweinehaltung steht aufgrund der Afrikanischen Schweinepest – deren Bewältigung noch lange nicht in Sicht ist – und infolge des pandemiebedingten Exporteinbruchs vor dem Ende. Die ökologische Schweinehaltung ist nach wie vor eine zu ignorierende Nische, der Trend einer rein pflanzlichen Lebensweise ist das jedoch nicht. Daher fordert Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg Ausstiegsprämien und umfangreiche, attraktive und zukunftsorientierte Umstellungsprogramme für eine bio-vegane Landwirtschaft.

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Ratgeber für ukrainische Flüchtlinge die mit ihren Tieren fliehen

Täglich sieht man besonders über die Sozialen Medien neue Schreckensbilder aus der Ukraine. Das Leid der Menschen und Tiere ist unfassbar. Während erwachsene Menschen die Gefahr durch den Krieg in der Regel begreifen und dementsprechend eine gezielte Flucht antreten können, sind Tiere alleine nicht in der Lage, Krieg zu verstehen und diesem zu entfliehen. Daher ist es besonders tragisch, wenn sie von den Menschen zurückgelassen werden.

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4. Juni: iAnimal Aktion zum Weltmilchtag in Stuttgart

Wir haben den Weltmilchtag zur Weltmilchwoche ernannt und veranstalten am 4.6 unsere zweite Aktion anlässlich dieses Tages.
Am Rotebühlplatz können Sie sich über die Erscheinungsformen der Milchindustrie informieren, wir klären über verschiedene Milchalternativen auf und geben Input für eine Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung.
Außerdem zeigen wir einen Kurzfilm über das Leben der Milchkuh, den wir auf VR-Brillen zeigen werden, die wir von Animal Equality zu Verfügung gestellt bekommen haben.
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Schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!
Gerne können Sie uns auch unterstützen, indem Sie ein Plakat halten oder Gespräche mit Passanten führen.

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Abgestillt – Demonstration am 1. Juni zum Weltmilchtag vor dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Stuttgart

Kernerplatz 10 in 70182 Stuttgart

10 bis 12 Uhr

Jedes Jahr am 1. Juni findet der Weltmilchtag statt, ein Tag, an dem weltweit für den Konsum von Milch geworben wird. Inzwischen findet der Internationale Tag der Milch in 30 Ländern statt, darunter auch in Deutschland. Im Gegensatz dazu steigt in aller Welt der Widerstand gegen die Milchindustrie und dessen grausame Erscheinungsform. Deutschland ist die Nummer 1 in puncto Milchproduktion – 32,5 Millionen Tonnen Milch wurden hierzulande im Jahr 2021 produziert, doch wir können aufatmen: Es scheint, als würde pflanzliche Milchalternativen endlich die deutschen Supermarktregale erobern, denn wie unter anderem die Tagesschau kürzlich berichtet hatte, wurden in Deutschland im Jahr 2021 ganze 4,5 % weniger Milch konsumiert – so wenig Milch wurde zuletzt 1991 getrunken, also vor etwa 30 Jahren.

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Effektive Bestandsregulierung der Rabenkrähen in Baden-Württemberg gefordert – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg fordert keine Tötung von Tieren, um Anbau von Tierfutter zu schützen

In der letzten Zeit häufen sich die Berichte aus Baden-Württemberg, in welchen über die steigenden Verluste der Landwirtschaft durch Rabenkrähen geklagt wird. Mit dem Klagen einher geht die Forderung nach einer effektiven Bestandsregulierung der Tiere – oder direkter ausgedrückt, der großflächigen Tötung dieser (1). Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg hält die Tötung der Tiere für nicht wirksam, da man grundsätzlich nach Ursachen schauen sollte, wenn ein „Problem“ vorliegt.

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Ludwigsburger Pferdemarkt – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg fordert eine zeitgemäße Veranstaltung, in deren Programm nicht zum Großteil Tiere zu Unterhaltungszwecken missbraucht werden oder deren qualvolle Zucht gefördert wird

Vom 13. bis 16. Mai findet der Ludwigsburger Pferdemarkt statt. Im Programm findet man Punkte wie eine Pferdeshow mit anschließender Prämierung, den Besuch einer Falknerei mit Kinderprogramm und ein Dackelrennen.

„Für die Tiere bieten solche Veranstaltungen keinen Mehrgewinn. Sie werden ausgenutzt, um Menschen zu unterhalten. Pferde sind Fluchttiere, Veranstaltungen mit Festcharakter sind daher stressvoll und Prämierungen befriedigen ein lediglich menschliches Bedürfnis auf Kosten der Tiere“, so Julia Thielert von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg.

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Förderung betreuter Taubenschläge nach dem ,,Augsburger Modell" in Baden-Württemberg

Unsere Städte in Baden-Württemberg sind überfüllt mit hunderttausenden von Stadttauben, Teile der Bevölkerung fühlen sich belästigt, aber die betroffenen Kommunen und Vereine haben nicht die nötigen Mittel und ein nachhaltiges und erfolgreiches Taubenmanagement mit betreuten Tabenschlägen nach dem Augsburger Modell zu praktizieren. Mit Hilfe einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg könnte dieses große Problem gelöst werden. 

In regelmäßigen Abständen erreichen unseren Verein Bitten von Bürger*innen, sie bei der Umsetzung eines tierschutz-adäquaten Stadttaubenmanagements zu unterstützen. Einerseits sehen viele Gemeinden die Stadttaubensituation als Störfaktor, andererseits gibt es wenig Bereitschaft, da die Mittel fehlen, sich der Situation angemessen anzunehmen.

Dabei ist die einzige wirksame und tierschutzgerechte sowie auch tierschutzrechtlich akzeptable Methode, um Taubenpopulationen auf Dauer zu verkleinern bzw. auf einer überschaubaren Zahl zu halten die Einrichtung betreuter Taubenschläge nach dem Augsburger Modell an geeigneten Plätzen, an denen die Tiere mit artgerechtem Futter sowie Wasser versorgt und an den Ort gebunden werden (1). Dadurch nimmt die Präsenz der Futterschwärme in der Stadt ab. In den Taubenschlägen können unkompliziert die Eier gegen Gipsatrappen getauscht werden und es kann somit die Taubenpopulationkontrolliert werden indem sie zunächst verringert und dann auf einem akzeptablen Niveau gehalten wird. 

Die bevorzugte Nahrung von (Stadt-)Tauben besteht hauptsächlich aus Körnern und Samen, die in den Städten kaum vorhanden sind. Stadttauben können Ähren nicht entspelzen, was verhindert, dass sie – wie landläufig fälschlicher Weise angenommen wird – zum “Feldern” ins Umland fliegen und wie Wildvögel auf Wiesen und auf Feldern Nahrung aufnehmen können. Somit haben die Tauben keine Möglichkeit, in Städten an artgerechtes Futter zu gelangen. Sie sind darauf angewiesen, sämtliche Abfälle der Menschen zu essen, die sie auffinden können. Dies führt auch zu einem vermehrten Absatz des flüssigen Hungerkots, in dessen Folge es zu einer vermehrten Verschmutzung der Innenstädte kommt, von der sich Teile der Bevölkerung belästigt fühlen. Werden die Tiere artgerecht gefüttert, kann diesbezüglich eine Verbesserung erreicht werden. Zudem fördern hohe Populationsdichten von Stadttauben das Auftreten von Taubenspezifischen Infektionskrankheiten– die zwar für den Menschen kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen, die Tiere jedoch schwächen und zu erheblichen Leiden bis hin zum Verenden führen können.

In vielen Kommunen existieren ordnungsrechtliche Fütterungsverbote, die nur bei vorhandenem Stadttaubenmanagement rechtskonform sind.

In betreuten Taubenschlägen bekommen die Tiere ausreichend artgerechtes Futter, zudem können sie dort Paare bilden und brüten. Ihre Eier werden gegen Attrappen aus Gips ausgetauscht, sodass die Tiere weiter an ihr Nest gebunden bleiben, aber keine Küken aufziehen werden.

Einem Gutachten (Arleth C., Hübel J.: Rechtsgutachten Stadttaubenschutz.) zufolge handelt es sich bei Stadttaubenum Fundtiere (2). Die heutigen Stadttauben sind die Nachfahren von einst ausgesetzten Haustieren. Diese Tiere sind nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen, da der Mensch sie im Laufe der Domestizierung über Jahrtausende in seine Abhängigkeit züchtete. Daher haben Kommunen die Pflicht zur Lösung dieser dauerhaften menschengemachten tierschutzrechtlichen Herausforderung.

Trotzdem sind es meistens Privatpersonen, die die Kosten für die Anschaffung eines Taubenschlages (bspw. ein Bauwagen, Container o.ä.) und das Futter tragen. 

Beispielsweise stellt die Landestierschutzbeauftragte von Berlin, Frau Dr. Kathrin Hermann, zu diesem Zweck Gelder aus dem Berliner Haushalt zur Verfügung. Dieses kann von den Bezirken für den Bau von Pilot-Taubenschlägen abgerufen werden. Um die Mittel zielgerichtet einsetzen zu können, sollten folgende drei Anforderungen erfüllt sein:

1. EIn geeigneter Standort; 

2. die Sicherstellung der Betreuung des Taubenschlages; 

3. ein(e) Ansprechpartner*in innerhalb der Bezirksverwaltung.

 

Die Errichtung betreuter Taubenschlägen an geeigneten Standorten nach dem Augsburger Modell, in denen Tauben artgerechtes Futter angeboten und Eier durch Attrappen ausgetauscht werden, ist die einzig tierschutzgerechte und zu gleich die erfolgversprechendste und nachhaltigste Möglichkeit, die Stadttaubenpopulation deutlich zu verringern,  Tierleid zu vermeiden und die Kosten der Städte im Hinblick auf Reinigungs- und Vergrämungsmaßnahmen deutlich zu senken. Auch werden die Bürger*innen stark entlastet – die Bürgerbeschwerden entfallen. Der Bau von betreuten Taubenschlägen nach dem Augsburger Modell wird auch vom Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen beschrieben: Empfehlungen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle der Stadttaubenpopulation. Überarbeitete Fassung von 2019 (4), und wurde auch in den – mittlerweile veralteten – Empfehlungen des Landestierschutzbeirats Baden-Württemberg zur Regulierung der Taubenpopulation in Städten, herausgegeben vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg im Jahr 2005, beschrieben.

 

Kosten für 1 Taubenschlag ca. 500 Tauben
Bau Taubenschlag inclusive Innenausstattung ca. 25.000,- €

Betreuungs- und Versorgungskosten jährlich ca. 15.000,- €

Bisher sind keine Fördermittel für gemeinnützige Taubenvereine und Kommunen im Haushalt des Landes vorgesehen. 

Zukünftig sollten, wie seit 2022 auch im Land Niedersachsen, Haushaltsmittel für die Errichtung und die Unterhaltung betreuter Taubenschläge bereitgestellt werden, die eingetragene Tierschutzorganisationen und Gemeinden in Baden-Württemberg unterstützen.

Wir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition, bitten Sie als zuständigen Minsister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz daher um Förderung dieser wichtigen Maßnahme zur Eindämmung der Taubenpopulationen in den Kommunen. 

Wir ersuchen dabei um die Förderung des Baus von betreuten Taubenschlägen nach dem Ausburger Modell, der Einrichtung von betreuten Futterplätzen für die noch nicht an einen Schlag gebundenen “noch-obdachlosen” Tauben oder für Areale, in denen ein Bedarf herrscht, jedoch Taubenschläge aufgrund örtlicher Gegebenheiten nicht einrichtbar sind, sowie die Übernahme der laufenden Kosten für die Betreibung, einschließlich der Pflege, ggf. tiermedizinischen Versorgung und des artgerechten Futters in den Taubenschlägen ebenso wie an den betreuten Futterplätzen.

Zudem fordern wir eine Verpflichtung aller Kommunen mit höherer Stadttaubendichte zur Errichtung von Taubenschlägen – bedarfsweise in Verbindung mit betreuten Futterplätzen – zur Populationskontrolle und Fütterung der Tiere, um das Leid der Tiere zu vermindern, öffentliche Kosten zu senken, Bürgerbeschwerden abzuwenden, und letztlich damit eine großflächige Populationskontrolle in Baden-Württemberg zu erreichen.

Diese Maßnahmen der Bestandskontrolle, artgerechten Fütterung sowie Unterbringung der Tauben gem. dem Augsburger Modell würden dazu beitragen, den “ethischen Tierschutz” in Baden-Württemberg zu verwirklichen. Dieser erlangte bereits vor über 20 Jahren mit Zweidrittelmehrheiten des Bundesrates und des Bundetags Verfassungsrang durch die Implementierung des “Staatsziels Tierschutz” in Artikel 20a Grundgesetz im Jahre 2002. Gemäß amtlicher Begründung des Bundestags trägt dies „dem Gebot eines sittlich verantworteten Umgangs des Menschen mit dem Tier Rechnung“ (5). „Daraus folgt die Verpflichtung, Tiere in ihrer Mitgeschöpflichkeit zu achten und ihnen vermeidbare Leiden zu ersparen.“ Die Staatszielbestimmung ruft insbesondere die Legislative und Exekutive dazu auf, die Belange und den Schutz der Tiere zu verwirklichen. Es geht beim Staatsziel Tierschutz um nicht weniger, als den Schutz der Tiere vor nicht artgemäßer Haltung, vermeidbaren Leiden, Zerstörung ihrer Lebensräume und ihrer Achtung als unsere Mitgeschöpfe.

Ein auch für andere Bundesländer wegweisender Umgang mit den Stadttauben entsprechend den Vorgaben des Tierschutzgesetzes (einschlägig sind hier die Paragraphen 1, 2 und 17), sowie des ethischen Tierschutzes in Umsetzung der Staatszielbestimmung wäre zeitgemäß und Baden-Württemberg soll hier eine Vorreiterrolle einehmen und vorbildhaft für andere Bundesländer den ethischen Tierschutz verwirklichen.

 

Anhang

Definition Stadttauben

Sog. Stadttauben (Columba livia forma domestica) sind Nachkommen von Haustauben wie Brief-, Hochzeits- oder sonstige Zuchttauben, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr zu ihrem ursprünglichen Taubenschlag zurückgefunden und sich einer Stadttaubenpopulation angeschlossen haben. 
Tauben wurden früher als Nutztiere gehalten (als Fleisch-, Eier- und Düngerlieferanten oder als sog. Brieftauben zur Übermittlung von Nachrichten), als sie dann nicht mehr gebraucht wurden, wurden viele Taubenschläge geschlossen. Es handelt sich bei den Stadttauben somit nicht um Wildtiere, sondern um obdachlose Haustiere. Sie wurden über Jahrtausende vom Menschen domestiziert. Diese Domestikation ist nicht mehr umkehrbar(vgl. Rechtsgutachten von Dr. jur. Christian Arleth/Dr. med. vet. Jens Hübel, (2))

Augsburger Modell

99 % der Städte mit Taubenmanagement in Deutschland entscheiden sich für das nachgewiesen erfolgreiche Augsburger Modell. Die Erfolgskontrolle erfolgt durch Zählung derausgetauschten Eier in einem Schlag, dem Sinken der Reinigungskosten auf privatem und öffentlichem Gelände und dem Ausbleiben von Beschwerden der Bürger und Gewerbetreibenden (Einzelhandel, Bäckereien, Gastronomen). Dies ist mit Abstand die erfolgreichste, effektivste, nachhaltigste, tierschutzkonformste und kostengünstigste Lösung für die Kommunen. 

Die Umsetzung des Konzepts basiert auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen und praktischen Erfahrungen von vielen verschiedenen Kommunen und wird als alleiniges Konzept vom zuständigen Ministerium in Baden-Württemberg empfohlen. 

Ziel des Augsburger Models ist die Reduktion der Population durch Eiaustausch. Sobald die Tauben – nach einer Phase des schrittweisen „Hineinlotsens“ der Tiere in den Taubenschlag – im Schlag angesiedelt sind, verbringen sie 80 % des Tages im Schlag und setzen somit den Hauptteil des Kotes im Schlag ab, der einfach und hygienisch entfernt werden kann. Die Tauben müssen nicht zur Nahrungssuche auf die Straßen und in die Fußgängerzonen. Die Fußgänger und die Gastronomie werden nicht mehr belästigt und die Reinigung der umliegenden Häuser und Straßen von Taubenkot entfällt.

Vorteile Taubenschlag, nach dem Augsburger Modell:

  • Durch den Eiertausch im Schlag wird eine Vermehrung der Tauben verhindert, die Population nimmt ab;
  • Tauben befinden sich 80 % des Tages im Schlag. Der Kot bleibt im Schlag und kann mühelos entfernt werden;
  • Tauben sitzen nur noch selten und vereinzelt auf den Dächern und Balkonen, sie sind auf öffentlichen Flächen, Märkten und den Außenflächen der Gastronomiebetriebe nicht mehr Nahrungs-suchend anzutreffen.
  • Das Leid der Tiere wird vermindert und deren Gesundheit und Wohlbefinden verbessert. (Vgl. dazu den Grundsatz des Tierschutzgesetzes in § 1 Satz 1: „Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. […]”)

 

Quellen

(1) Weyrather, A. (2021, Hrsg. Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.: Grundlagen für ein effizientes, tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement in deutschen (Groß)Städten. Eine Handreichung für die Praxis; https://www.tierrechte.de/wp-content/uploads/2021/09/2021-HB-Stadttaubenmanagement_web.pdf

(2) Arleth C., Hübel J. (2021): Rechtsgutachten Stadttaubenschutz. Hrsg.: Tierschutzbeauftragte des Landes Berlin. Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskiminierung ,Hier kostenlos herunterladen.

(3) Landestierschutzbeauftragte Berlin: Bau von Pilot-Taubenschlägen in Berliner Bezirken, https://www.berlin.de/lb/tierschutz/tauben/artikel.1290446.php

(4) Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen: Empfehlungen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle der Stadttaubenpopulation. Überarbeitete Fassung von 2019. https://www.ml.niedersachsen.de/startseite/service/publikationen_downloads/tiergesundheit-tierschutz-5295.html

 (5) Bundestags-Drucksache14/8860 vom 23.04.2002 https://dserver.bundestag.de/btd/14/088/1408860.pdf

 

Für die fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung dieser Petition bedanken wir uns bei:

Dr. Norbert Alzmann, Biologe und Bioethiker

Antje Konz, Inhaberin der Firma VitaGood

Dr. Julia Stubenbord, Landestierschutzbeauftragte Baden-Württemberg