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Teilnahme von Universitäten am Veganuary

Teilnahme von Universitäten am Veganuary

 

 

Wir schließen uns der weltweiten Kampagne vom Plant Based Treaty an und nutzen den Veganuary Deutschland dazu, Universitäten zu kontaktieren und Vorschläge für ein rein pflanzliches oder zumindest pflanzlicheres Angebot in den Kantinen zu machen. Als Tierrechtsverein für Baden-Württemberg konzentrieren wir uns dabei auf Universitäten in diesem Bundesland. Die ganze Kampagne läuft aber weltweit.

Für unsere Unterstützer*innen außerhalb von Baden-Württemberg veröffentlichen wir hier unseren Brief, sodass Sie ihn selbst recht einfach an Universitäten senden können.


                                                                                                                                        
Stuttgart, 03. Januar 2024

Betreff: Veganuary


Sehr geehrtes Studierendenwerk der Universität Heidelberg,


ich schreibe Ihnen im Namen von Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V., einem Verein, der sich seit fast vierzig Jahren erfolgreich für die Rechte der Tiere einsetzt.

Nimmt die Universität Heidelberg dieses Jahr am Veganuary teil, um dabei zu helfen, unsere Klimaziele zu erreichen und gesunde pflanzliche Lebensmittel zu fördern?

Selbst wenn wir heute die gesamte Produktion fossiler Brennstoffe einstellen würden, würden allein die Lebensmittelemissionen zu einer Erwärmung von über 1,5 °C führen und katastrophale Auswirkungen auf das Klima haben. Weltweit beansprucht die Tierhaltung 83 % der landwirtschaftlichen Fläche, liefert aber nur 18 % der Kalorien. Ein erhöhter Konsum pflanzlicher Produkte würde es uns ermöglichen, Land wiederherzustellen und zu begrünen, um Kohlenstoffemissionen aus der Atmosphäre zu entfernen und die Artenvielfalt zu fördern. Veganuary ermutigt Menschen und Institutionen weltweit, im Januar vegane Lebensmittel auszuprobieren. Im Jahr 2023 nahmen 700.000 Menschen daran teil.

Ich habe einige Ideen, wie Sie im Januar teilnehmen könnten:

Fügen Sie im Januar mehr pflanzliche Gerichte zum Speiseplan hinzu oder ziehen Sie 75 % oder sogar 100 % des Speiseplans in Betracht. Studien zeigen, dass Fleischesser*innen eher zu pflanzlichen Optionen greifen, wenn der Großteil der Speisekarte vegan ist. Ein Wendepunkt tritt ein, wenn 75 % des Menüs pflanzlich sind. Immer mehr Mensen in Deutschland bieten eine breite Auswahl an pflanzlichen Lebensmitteln an, sogar rein vegane Mensen gibt es in Bochum und Berlin. Oft beginnen sie mit einem 50 % pflanzlichen Menü und erweitern dann jedes Jahr die veganen Optionen, bis sie 100 % erreichen. Auf der Veganuary-Website finden Sie Rezepte und Speisepläne. Aus der Presse konnten wir entnehmen, dass auch die Mensa in Heidelberg bereits einige vegane Optionen anbietet. 

Versuchen Sie, pflanzliche Milch zum Standardgetränk für den Monat Januar zu machen. Milchprodukte sind auf Anfrage erhältlich. Tierische Produkte, insbesondere Milchprodukte, haben im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Hafermilch verursacht 3x weniger Treibhausgasemissionen, verbraucht 13x weniger Wasser und benötigt 10x weniger Land als Milch von Tieren. Viele Hafermilchmarken sind besonders haltbar, was Geldeinsparungen durch geringere Kühlkosten und weniger Abfall durch abgelaufene Milchprodukte bedeutet.

Es gibt interessante Untersuchungen zu verschiedenen Ansätzen, wie man eine höhere Nachfrage nach pflanzlichen Alternativen erzielen kann. Das Onyx Coffee Lab im The Momentary Museum in Bentonville serviert Hafermilch standardmäßig und Kuhmilch mit einem Aufpreis und berichtet, dass 90 % der Getränke mit Hafermilch zubereitet werden, verglichen mit 8 % an ihrem anderen Standort in Bentonville, in welchem die Kuhmilch Standard ist. Baristas im Guilder Café, die jeden Kunden fragten: "Möchten Sie Hafer-, Soja-, Mandel- oder Molkereimilch in Ihrem Getränk?", verzeichneten einen Anstieg des Umsatzes von pflanzlicher Milch um 18 %, wodurch der CO2-Fußabdruck der Getränke um 12 % gesenkt wurde.

 

Schauen Sie sich die neue DefaultVeg-Universitätskampagne der Better Food Foundation und ihr neues Toolkit für pflanzenorientiertes Essen auf dem Campus an.

Förderung:

Verteilen Sie Flyer zum Thema „Veganuary“ an die Student*innen und bitten Sie sie, an „Try Veganuary“ teilzunehmen, um im Januar vegan auszuprobieren

Bewerben Sie die pflanzlichen Gerichte auf dem Campus, einschließlich Campuszeitungen und in den sozialen Medien

Wenn Sie sich in einem Meeting austauschen möchten, um das Thema weiter zu besprechen, lassen Sie es mich gerne wissen. Viele der vorgeschlagenen Ideen lassen sich auch das ganze Jahr über umsetzen. Das Studierendenwerk Mannheim nutzt zum Beispiel an allen neu aufgestellten Automaten grundsätzlich Hafermilch.

 

Mit freundlichen Grüßen

Julia Thielert

 

M.Sc. Animal Welfare Science

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.

 

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