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Ein neuer Blick auf Fische

Unter diesem Motto fand am Samstag, 8. April in Stuttgart eine Mahnwache unter der Federführung der Tierrechtsorganisation ARIWA statt. Auch unser Verein war dabei und unterstützte die Aktion. Sie steht am Beginn einer größeren Kampagne, welche das Leben und Leiden von Fischen und Krebsen zum Thema hat und von insgesamt 46 Organisationen international getragen wird.

Auf dem Stuttgarter Schlossplatz beschrifteten motivierte TeilnehmerInnen Schilder mit ihrem persönlichen Grund, keinen Fisch zu essen. So war unter anderem zu lesen „Ich esse keinen Fisch, weil kein Lebewesen für meinen ‚Genuss‘ sterben soll“ oder „Ich esse keinen Fisch, weil Mitgefühl nicht an der Wasseroberfläche endet“. Außerdem waren auf Postern Details zu Fischfang und Fischzucht zu lesen. Anekdoten aus dem neuesten Buch vom Biologen Jonathan Balcombe „What A Fish Knows“ illustrierten, wie beeindruckend komplex das Leben der unterschiedlichsten Fischarten sein kann: Fische nutzen Werkzeuge, täuschen sich gegenseitig, beweisen großartige Gedächtnisleistungen und pflegen lebenslange Freundschaften.

Während der Fisch als Nahrungsmittel im Vordergrund der Aktion stand, wurde auch auf das immense Leid der Fische als Heimtiere und die Zustände in der Zootierhaltung aufmerksam gemacht. So überleben beispielsweise nur 10 % der Fische die erste Zeit im Aquarium.

Bei strahlendem Sonnenschein war die Fußgängerzone sehr gut besucht und viele Passanten blieben stehen, um die kurzen Aussagen auf den Schildern zu lesen. Interessierte Personen suchten das Gespräch und bedienten sich an den Flyern.

Mit dieser Aktion sollte Interesse und Faszination für Fische als Lebewesen geweckt und parallel dazu aufgezeigt werden, welches Leid Fischfang und -zucht bedeuten.

Für viele Spaziergänger war es neu, dass auch auf das Leid von Fischen aufmerksam gemacht wurde. Die Mahnwache stellte also einen ersten Gedankenanstoß dar und erreichte damit ihr Ziel, ein stärkeres Bewusstsein für den menschlichen Umgang mit Meerestieren zu schaffen.

Mehr Informationen zur internationalen Kampagne finden Sie unter:
https://www.end-of-fishing.org/de/

              

Aktiv werden gegen Stopfleber!

Foie gras („fette Leber“) ist die künstlich verfette Leber männlicher Enten und Gänse und gilt als Delikatesse. Den Vögeln wird mehrmals täglich brutal durch ein Rohr Futter in den Hals gestopft.

Diese grausame Praxis ist in Deutschland und den meisten europäischen Ländern verboten. Aber da der Import nicht unter Strafe steht, wird die tierquälerische „Delikatesse“ nach wie vor auch in Deutschland verkauft.

Helfen Sie, gegen Stopfleber vorzugehen. Schreiben Sie Ladenbesitzer und Restaurants an und fordern Sie sie auf, den Verkauf von Foie gras einzustellen.

Verwenden Sie hierfür gerne unseren Musterbrief.


Musterbrief

Betreff: Bitte streichen sie Stopfleber aus Ihrem Sortiment / von der Speisekarte

Sehr geehrte/r Frau/Herr ….
ich schreibe Ihnen heute, um Sie nachdrücklich darum zu bitten, den Verkauf von Stopfleber in Ihrem Restaurant/Ihrem Geschäft einzustellen. Foie gras ist keine Delikatesse, sondern die kranke, da verfettete Leber, eines gequälten Vogels.

Monatelang sitzen Tausende von Enten und Gänsen bewegungslos in Einzelkäfigen und können weder aufstehen, sich umdrehen oder auch nur die Flügel ausstrecken. Über 10-12 Wochen lang werden sie mehrmals täglich zwangsgefüttert: hierbei wird ihnen über ein Rohr Mais in den Rachen gepumpt, so lange bis ihre Leber auf das mehrfache ihrer normalen Größe angeschwollen ist. Die Folgen sind Atemnot, innere Blutungen, Knochenbrüche. Viele Vögel sterben, bevor sie geschlachtet werden.

Daher wurde diese grausame Praxis in Deutschland, der Schweiz und zahlreichen anderen Ländern bereits verboten.

Alle weiblichen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen am Fließband aussortiert und zu Millionen im Schredder zermust, da nur die Leber der Erpel verkauft werden darf.

Immer mehr Gäste meiden Restaurants, die solch grausame Produkte verkaufen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen,
xxx


© Tierrechte Baden-Württemberg